So führst du ein Ernährungstagebuch

Warum solltest Du ein Ernährungstagebuch führen?

Nur wenn man weiß wo man steht kann man den Kurs ändern und um zu ermitteln wo Du gerade stehst, hilft ein Ernährungstagebuch. Gerade am Anfang ist es eine Umstellung immer daran zu denken, aber nach kurzer Zeit hast Du es bestimmt raus.
Neben dem Protokollieren was und wieviel Du im Moment zu Dir nimmst, ist es auch eine gute Selbstreflexion. Diese hilft Dir Dich besser kennen zu lernen und zu verstehen.

„Wer andere kennt, ist klug, wer sich selbst kennt, ist weise.“

KONFUZIUS


Das schöne, man kann auch sehen, was schon richtig gut funktioniert und darauf aufbauen.
Es ist wichtig sieben aufeinanderfolgende Tage (Wochenende und Alltag) aufzuschreiben und auch die Dinge zu essen, die Du sonst auch isst. Bitte ändere diese während dieser Zeit nicht! Denn wenn du in der protokollierten Woche so ist wie du essen „solltest“ oder „möchtest“ dann können nicht die Gewohnheiten entdeckr werden, die du ggf. ändern möchtest.

Wie also soll das laufen?

Ein Ernährungsprotokoll kann vielseitig und umfangreich geführt werden oder sehr einfach. Ich weiß aus eigener Erfahrung, das es anfangs nicht so leicht ist, deswegen fangen wir erstmal ganz simpel an:
WAS, WANN undWIEVIEL hast du gegessen?

Bitte schreibe aber nicht einfach nur „Pizza“ oder „Käsebrotchen“ sondern „255g Pizza Salami mit extra Mozzarella und Oliven“ oder „65 g Dinkelvollkornbrötchen mit 35g DoppelrahmFrischkäse (64%Fett)

Hilfreich ist hier eine Küchenwaage.


Falls du keine hast, oder unterwegs bist kannst du auch Mengenangaben wie Tasse, Glas, Teller, kleine/große Portion, Esslöffel, Teelöffel, Scheibe, Stück etc. aufschreiben, allerdings ist das sehr viel ungenauer.

Schreibe also für die kommenden sieben Tage (gerne auch länger) A L L E S auf was Du zu Dir nimmst. Bitte sei ehrlich zu Dir selbst und notiere alle Mahlzeiten, Snacks oder Getränke, die Du zu Dir genommen hast.
Bei den Getränken bitte ich dich zu unterscheiden ob du reines Wasser getrunken hast (egal ob still oder spritzig) oder gesüßte Getränke, Heißgetränke (z.B. Cappuccino) oder alkoholische Getränke. Und bitte habe keine Scheu aufzuschreiben, dass Du Pommes, Chips oder Dickmann gegessen hast, ich mag die auch. Ich möchte wissen was du magst und was nicht.

Einsatzgebiete eines Ernährungstagebuches

Je nach dem woran man arbeiten möchte kann man die Schwerpunkte anders setzen.

Essensgewohneiten

  • WAS Kalorienaufnahme, Nährstoffaufnahme
  • WIE (in ruhe in stress, eile im stehen im sitzen alleine mit anderen, wie hast du dich danach Gefühl? satt voll leicht zufrieden unzufried)
  • WO zu Hause vor dem tv auf der Straße Restaurant / Gaststätte Imbiss/fast food Kantine Firma, im auto,,,,
  • WARUM hattest du hunger, Appetit weil andere aßen ärger stress/trost Langeweile Gewohnheit Belohnung Freude
  • WANN Isst du regelmäßig drei Hauptmahlzeiten oder eher mehrere Kleine? Snackst Du zwischendurch? Wie lange sind die Abstände?

Lebensgewohneiten

  • Machst Du Pausen? Was machst du in deinen Pausen? Wenn du deine Pausen einhält, geht es Dir besser?
  • Bewegst Du dich ausreichend?
  • Wie ist deine Energie?
  • Schläfst Du genug?
  • Hast du Morgen- oder Abendroutinen?

Man kann das ganz individuell festlegen, was man für einen gewissen Zeitraum beobachten möchte, und sieht dann im Anschluss auch was einem geholfen hat und was nicht.

Achtsamkeit ist hier das Schlüsselwort. Bei sich sein und sein Leben wahrnehmen. Bei sich sein. Denn allzuoft macht man Dinge doch unterbewusst oder neben her. Hier hast Du die Gelegenheit Dich selber besser kennen zu lernen.